Wann wird eine Beziehung toxisch?

Verdeckter Narzissmus: meine Erfahrung mit einem Projektpartner mit genau dieser Persönlichkeitsstruktur & die Learnings daraus

Wenn toxische Beziehungen dir Lebensenergie rauben – und warum Intuition dich rettet

Hey, hallo. Herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag – heute aus dem wunderschönen, frühlingshaften Zauberwald.

So, jetzt ist schon ein bisschen was her seit dem letzten Video, was ich gemacht habe. Und ich mag mal was mit dir teilen – mit euch – zum Thema toxische Beziehungen, warum es manchmal gut ist, auf die Intuition zu hören.


Meine Erfahrung: Als es immer mehr gekracht und gekrieselt hat

Ich hatte längere Zeit mit jemanden zusammengearbeitet. Der hat halt das Projekt von Anfang an begleitet. Und für eine Weile lief das auch gut. Aber irgendwann kam der Punkt, wo es immer mehr und mehr gekracht und gekrieselt hat.

Und auch alle Tools, die da so rumgeistern – oder die wir zur Verfügung haben, um das zu lösen –, haben auf einer tieferen Ebene nicht zur Lösung geführt. Sondern es war immer irgendwas noch im Raum.

Na ja, und meine Intuition – diese leise Stimme – hat immer gesagt: Das funktioniert nicht. Der will es nicht wirklich. Oder: Der will nur seinen eigenen Stiefel durchziehen.

Und na ja, was dann passiert ist: Irgendwann ist mir halt die Hutschnur geplatzt. Nachdem derselbe Konflikt zum wiederholten Mal aufgetreten war, habe ich ihn rausgeschmissen.


Was danach passiert ist: Erleichterung und Klarheit

Und das Interessante ist: Was danach passiert ist, war sehr, sehr interessant.

Ich habe mich zum ersten Mal wieder leichter gefühlt. Und hatte wieder Bock auf das Projekt. Und danach – ja – sind mir dann so in der Retrospektive immer mehr Situationen vor meinem inneren Auge erschienen, die einfach ganz klar gesagt haben: Das funktioniert nicht. Und das kann nicht funktionieren.

Und heute kann ich sagen: Das war im Endeffekt ein verdeckter Narzisst – also ein vulnerabler Narzisst.


Verdeckter Narzissmus: Wenn das Opfer immer du bist

Wer sich mit dem Thema nicht auskennt – äh ja, Suchmaschine hilft. Es gibt ja die zwei Arten von Narzissten:

  • Einerseits die offensichtlichen: Die denken, sie sind die größten, die geilsten, und ja, alle sollen nach ihrer Pfeife tanzen. Und wenn sie es nicht tun – wenn die Welt nicht nach ihrer Pfeife tanzt – dann sind sie launisch, gewalttätig oder irgendwie anders.
    (By the way: Viele politische Führungsfiguren haben dieses psychologische Muster in sich. Aber das ist ein anderes Thema für ein eigenes Video.)

  • Und dann gibt’s den verdeckten Narzissten, den vulnerablen Narzissten.
    Manche sagen, es sind tendenziell mehr Frauen, manche sagen 50/50. Ehrlicherweise habe ich mich jetzt nicht mit der Studienlage beschäftigt, was jetzt wer mehr ist. Aber dieser grundlegende Charakterzug, der dahinter steckt, ist: Sie sind immer die Opfer.
    Es ist immer alles schlecht – und du bist schuld, nicht ich. So sinngemäß.


Gaslighting: Wenn du nicht mehr in deine Größe gehen kannst

Was ich gemerkt habe – was mir immer mehr und mehr klar geworden ist in dieser Verbindung:
Ich konnte mich nicht wirklich zeigen. Ich konnte nicht wirklich in meine Größe gehen. Weil sobald das passiert ist, hat dieserjenige ehemalige Partner – also Business-/Geschäfts-/Projektpartner – das immer wieder klein geredet. Aber auf so eine subtile Art und Weise. Die Ideen wurden torpediert. Und ich habe echt an mir selbst gezweifelt.

Und heute weiß ich: Das war eigentlich klassisches Gaslighting. Weil: Den anderen nicht größer werden lassen, weil dann halt Angst besteht, selbst die eigene Größe, die eigenen Unzulänglichkeiten zu sehen. Also Menschen, die andere klein halten, damit sie sozusagen das Gefühl von Kontrolle haben.


Die Retrospektive: Wenn alles klar wird

Solche mir in der Retrospektive danach immer wieder Situationen aufgefallen, wo der das ja selbst gesagt hat – und das ist halt dieses Tückische an verdeckten Narzissten.

Also generell: Mit Narzissten willst du nichts zu tun haben. Lass es einfach. Es sei denn, du bist Therapeut – aber auch dann sei ganz vorsichtig.


Wann hat die Schnauze voll bekommen?

Wie bin ich jetzt da drauf gekommen, dass ich irgendwann wirklich – ich habe auf Deutsch gesagt – die Schnauze voll hatte?

Ich habe halt immer wieder mir ein anderes Umfeld gesucht. Andere Menschen. Und irgendwann – wenn ein bestimmtes Bewusstseins- und Energielevel erreicht ist – dann können sich solche Gestalten, solche psychologischen Muster nicht mehr halten.

Ich könnte natürlich jetzt noch hinzufügen: Ja, Narzissten sind richtig Schweine. Aber das ist auch nicht korrekt. Narzissten – oder Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstruktur – oder um es noch konkreter zu sagen: Menschen mit einer subklinischen narzisstischen Persönlichkeitsstruktur.
Also subklinisch heißt: Die landen nicht in der Psychiatrie, sondern laufen in der Welt frei rum. Und meistens landen sie dann auch in Führungspositionen. (Oder ja, anderes Thema.)

Solche Menschen mit solchen Persönlichkeitsstrukturen können sich dann irgendwann eben nicht mehr halten.


Der Wendepunkt: Weiterbildung, Meditation und der Knall

Das Interessante war: Ich war auf einer Weiterbildung – also auf einem Event, wo sehr darum geht, einfach Weiterbildung, die eigene innere Rückverbindung mit unserer eigenen Kraft.

Und als ich dann wiederkam, hat es dann halt so geknallt.

Das Interessante war: Gesehen habe ich das Ganze so vor meinem inneren Auge in der Meditation schon mal – aber ich dachte mir so: Na ja, ist nicht so. Und gefühlt hatte ich das auch schon oft. Aber es war wieder der Kopf, der gesagt hat: Ne, guck mal, der macht doch hier das und das.

Aber auf den Punkt gebracht: Ich habe da ganz schön viel Lebensenergie mit diesen ganzen Drama gelassen. Und so ist halt dieses Spiel von Narzissten: Die saugen dir im Endeffekt die Lebensenergie ab, weil sie selbst keine haben. Weil sie von ihrer inneren Quelle aus vierlei Gründen abgeschnitten sind.


Keine Böswilligkeit, sondern verletzte Strukturen

Und jetzt könnt – bevor wir irgendjemand sagt: Ja, Narzissten sind böse, eigentlich sind sie arme Schweine – denn solche Strukturen entstehen eben nur in der Gesellschaft – oder ja, in dem Umfeld, wo echte Verbindung, echter Kontakt nicht möglich ist. Und ganz viele Verletzungen geschehen. Geschehen. Geschehen.

Eine Gesellschaft, die Verletzungen produziert, geschehen lässt – oder auch ja ignoriert, toleriert oder gezielt fördert. In solchen Umfeldern können sich solche Strukturen entwickeln.


Seit dem Schnitt: Energie kommt zurück

Und ja, seitdem ich diesen Schnitt gemacht habe, interessanterweise:
Ich fühle mich viel, viel besser. Energie kommt zurück. Ich habe wieder Bock aufs Projekt. Ich habe auch wieder Bock auf – ja, es geht genau gesagt um dieses Projekt. Ich habe wieder Bock.

Und tja, jetzt bin ich hier an einem schönen, ja normalen, normalen irischen Sommertag. Hier ist Mai, deswegen Sommer beginnt hier am 1. Mai.


Was noch kommt: Community, Veränderung und Ideen, die nicht mehr niedergemacht werden

So, von daher – ja, was noch zu sagen?

Es gibt noch einige interessante Entwicklungen, die sind aber jetzt noch nicht ganz spruchreif. Die Community wird sich erweitern, verändern und verbessern. Und auch das ist wieder sowas, was ich mal sagen mag:

Jedes Mal, wenn ich mit einem Gedanken komme: Ja, lass es uns doch mal so und so weitermachen – wurde das immer niedergemacht. Und ja, abgelehnt.
Kann nicht funktionieren.
Baba, will ich nicht.
Interessiert mich nicht.
Boah.


Prüf deine Leute im Umfeld: Werden du und deine Ideen unterstützt?

Und deswegen, wenn du jetzt zuhörst – bis hier zugehört hast – um auch noch mal ein bisschen ja andere Gedanken mitzugeben:

Prüf mal die Leute in deinem Umfeld. Die Menschen in deinem Umfeld.

  • Fühlst du dich nach den Gesprächen energetisiert oder ausgelaugt?

  • Unterstützen die deine Gedanken, deine Ideen?

  • Sie müssen nicht alles gut finden. Sie müssen auch nicht zu allen ja sagen. Manchmal kann auch berechtigte Kritik sein.

  • Aber: Unterstützen sie das, was du willst, worauf du Bock hast – oder eher nicht so?


Was kannst du am besten tun, wenn du in so einer Situation bist?

Ja, zum einen: Such dir andere Menschen.
Das, weil Narzissten auch diese Eigenschaft haben, dich von anderen zu isolieren. Und wenn ich mal rückblickend sehe – und ich mag es jetzt auch nicht sagen, dass es ein bewusstes Verhalten war –, dass ich hatte mich dann wirklich so auf diesen Menschen versteift: Ich brauche den.

Und das kann halt auch eine verdeckte Struktur gewesen sein, die sich dann in meinem Nervensystem halt drauf reagiert hat.

Tja, und das Loslassen – da ist wirklich die große Freiheit. Aber wie kommt man an diesen Punkt?


Zu deiner eigenen Kraft finden: Wer bin ich eigentlich?

Ja, relativ einfach gesagt: An den Punkt kommt man, indem man seine eigene Kraft wieder freilegt. Und einfach erkennt: Wer bin ich eigentlich? Und was bin ich eigentlich?

Und ja, je mehr da diese Klarheit ist – man könnte auch sagen: Geh in dein Herz – je mehr diese Klarheit da ist, desto weniger können sich destruktive Strukturen halten. Das können narzisstische Strukturen sein – oder auch andere Strukturen.


Es geht um die Struktur, nicht um den Menschen

Und noch mal: Ich sage jetzt nicht, dass es was mit diesen Menschen zu tun hat – der Mensch an sich. Ich rede jetzt nicht um den Menschen. Es geht um diese Struktur.

Weil diese Strukturen – in der großen, langen Perspektive – diese Strukturen liegen einfach nur auf einem System, einem menschlichen sozialen System, was Verletzungen ignoriert, produziert – oder ja, befürwortet, damit es funktionieren kann.

Tja, deswegen ist es auch kein Angriff auf diesen Menschen. Und ich habe es ja auch eine Weile selbst nicht erkannt. Aber das ist auch das Ding: Ich bin immer dran geblieben. Ähm, ich bin immer dran geblieben an der Vision, an dem, was ich möchte.


Schau dorthin, wo es unangenehm ist: Deine Schattendämonen anschauen

Und last but not least: Auch immer wieder dorthin schauen, wo es unangenehm ist. Die eigenen Schattendämonen anschauen. Weil wenn man uns dessen – so sobald man sich dessen Gewahr ist – verlieren sie ihre Macht. Und wenn sie ihre Macht verlieren, ja, ändert sich auch was im Außen. Das ist halt immer wieder dasselbe Thema.

Auf dieser Veranstaltung, wo ich war, ging es nämlich unter anderem genau da drum. Und als ich wiederkam, habe ich diese Struktur gesehen.


Nicht das erste Mal – aber diesmal teile ich es mit der Welt

Interessanterweise ist das nicht das erste Mal, dass sowas passiert ist. Das gab’s in anderen Konstellationen auch schon vorher. Aber ja, diesmal dachte ich: Teile ich das mal mit der Welt.

Ja, und hallo Welt, du hast das jetzt gehört, oder? Lieber Zuschauer.


Wenn du in einer toxischen Beziehung feststeckst: Such andere Menschen

Ja, also wenn du in der toxischen Beziehung oder einer Beziehung feststeckst, die irgendwie nicht richtig ist, irgendwie nicht in Ordnung: Such dir andere Menschen.

Wenn dich deine Beziehung irgendwie isoliert – oder du dich irgendwie fest gehangen fühlst an dieser Person: Schau mal genau hin.
Könnt´ nämlich auch sowas sein.

Und das beste Gegenmittel dazu sind andere Menschen und der gute Kontakt mit dir.