Vergebung , Loslassen. Ist Leiden eine Entscheidung?

Das Herz. Warum es so wichtig ist, das sauber zu halten, was passiert, wenn wir das nicht tun, und warum Leiden dann auf eine gewisse Weise auch eine Entscheidung ist. Darum soll es heute mal gehen.

Leiden ist eine Entscheidung

Jo, hallo, herzlich willkommen auf diesem Kanal zu einem weiteren Video.

Heute zum Thema das Herz. Warum es so wichtig ist, das sauber zu halten, was passiert, wenn wir das nicht tun und warum leiden auf eine gewisse Weise auch eine Entscheidung ist. Darum soll es heute mal gehen.

Hey, hallo, ich bin Tobias und ich helfe Menschen vornehmlich Männern dabei ein geiles Leben sich zu erschaffen, indem sie ihre eigene innere Kraft wieder aktivieren.

Warum ist dieser Satz so wichtig?

Warum ist das dieser Satz „Leiden ist eine Entscheidung?“ Auf eine ganz einfache Art und Weise.

Als Beispiel: Wenn jetzt jemand zum Beispiel schlechte Erfahrungen hat von irgendjemanden, ja, zum Beispiel eine Frau oder irgendeinem Partner, Boss oder whatever, verletzt wird, verlassen, betrogen, verarscht, whatever, dann kann es passieren – und ich sage da auch aus eigener Erfahrung – dass sich dann eine gewisse Art von innerer Härte einstellt. Also, dass das Herz hart wird, dass der Mensch, dass man dann innerlich, ja, manche Leute werden richtig innerlich hart, bitter und hasserfüllt.

Und der Punkt ist: Auf den ersten Blick ist das halt so wie eine natürliche Reaktion, aber auf den zweiten Blick ist es halt auch ein Sich-von-innen-Vergiften.

Warum vergiftet uns das von innen?

Warum, weshalb, wieso?

Weil diese Energie, die wir in uns tragen – also wenn du schon eine Weile auf dem Kanal unterwegs bist, hast du es sicherlich schon mitbekommen, dass hier sehr viel auch um Energie und Resonanz geht – und die Energien, die wir fühlen, die wir in uns tragen, sind die, die wir dann auch im Außen sehen.

Also: Die innere Welt, das innere Erleben, spiegelt sich dann in der äußeren Welt, dem äußeren Erleben.

Und ja, wenn jetzt jemand eine scheiß Erfahrung macht: Manche Leute putzen das relativ schnell ab, gehen weiter. Manche Leute tun so, als ob sie es abputzen, aber es hat überhaupt nichts abgeputzt – das geht weiter im Untergrund. Und manche Leute schwören ewige Rache und werden dann richtig hasserfüllt, der Person oder dem Whatever gegenüber.

Und das Problem ist jetzt allerdings: Es bindet ganz viel Energie. Und unser Herz, also die Energie in unserem Herzen, was wir da so ausstrahlen, was dieser Bereich im Gefühls- und Emotionsraum ist, das ist halt auch so ein Magnet. Und das zieht halt Dinge an, die zu uns kommen. Und es zieht eben auch neue Dinge an. Vielleicht immer wieder dieselben Dinge.

Wut, Hass und die Illusion von Stärke

Das heißt: Wenn jetzt jemand verletzt wird, hasserfüllt ist, Hass kultiviert, Frust kultiviert und Ärger kultiviert, denkt er vielleicht, weil es sich vielleicht auch im ersten Schritt so anfühlt, dass es Kraft macht.

Der Hass macht dich stark, junger Skywalker – falls du Star Wars kennst. Wenn nicht, ist auch in Ordnung.

Das Problem ist allerdings, dass das zwar auf eine gewisse Art und Weise tut. Es ist eine unglaublich machtvolle Triebkraft. Wut und Hass können unglaublich machtvolle Triebkräfte sein, um was zu verändern.

Das Problem ist halt: Das ist nichts, was dauerhaft Substanz hat. Das ist wie mal schnell richtig, richtig hoch ein Feuer anzünden, aber dann irgendwann ist dieser Schub raus und dann nährt es nicht mehr – dann schadet es mehr.

Weil im Endeffekt, solange halt diese Wut und diese Hassenergie dann noch drin ist, im eigenen Körper, im System, unabhängig jetzt davon, ob derjenige Mensch bestraft wird oder geschädigt wird oder vernichtet wird oder whatever – man kann dem dann alles Mögliche wünschen – aber bei diesen Wünschen geht die Energie ja trotzdem, ja, wohin geht sie denn? Zu dem Menschen oder zu dem Bild von dem Menschen?

Das heißt: Wenn man das weiter so hält, lebt dieser Mensch, der einen verletzt hat, mietfrei im Kopf, hat es vielleicht schon längst vergessen.

Warum wir anderen damit Macht geben

Und last but not least: Man gibt ihm dann eben auch sehr viel Macht.

Warum? Weshalb, wieso?

Na ja, ganz einfach: Wenn jetzt irgendjemand sich scheiße verhalten hat und der innere Frieden davon abhängig ist, dass der sich entschuldigt oder dass er seinen Fehler einsieht – manche Leute werden das nie tun. Manche Leute sind halt einfach so. Die werden nie ihre Fehler einsehen und die werden sich nie entschuldigen. Die sind halt einfach so, wie sie sind.

Aber solange der innere Frieden davon abhängt, ja gut, solange lebt die Person auch mietfrei im Kopf. Solange bekommt dieses Bild noch Energie. Und auf einer Energieebene, also auf einer Resonanzebene, ist das Herz halt blockiert.

Weil da – es gibt ja im Englischen diesen schönen Begriff: „Holding a grudge.“

„Holding a grudge“ übersetzt: Ich halte Ärger.

Und das ist eigentlich sehr, sehr, sehr spannend, ne? Dieser Satz „holding a grudge“. Nicht, dass der Grudge einen selbst hält, sondern man hält den selber.

Was hat das mit Leiden zu tun?

Was hat das eine jetzt mit dem anderen zu tun?

Na ja, leiden ist eine Entscheidung in dem Sinne, dass solange wir halt leiden, also solange wir uns entscheiden, diese Wut zu halten und wütend auf den anderen zu sein – mein Gott – so lange bekommt der andere Macht.

Genau. Also solange wir im Endeffekt diese Wut, diesen Hass oder es eben auf einen anderen halten, solange klebt der noch in unserem Geist, Geistfeld, und so lange ist auch die Herzenergie blockiert, weil solange fließt nichts.

Und diese Entscheidung ist einfach nur, nicht mehr zu sagen: Ja, der oder die oder das Arschloch oder whatever hat mich verarscht oder betrogen oder whatever. Kann natürlich alles sein. Aber die Lösung ist dann einfach wirklich, eine bewusste Entscheidung zu treffen: Okay, ich räume jetzt einfach meinen emotionalen Raum auf, meinen Brustraum. Und dann aus der Position treffe ich die Entscheidungen.

Aufräumen statt Festhalten

Man kann den Menschen dann trotzdem noch vor Gericht ziehen oder klare, harte Grenzen setzen und sowas. Aber es ist halt dann trotzdem aus einem anderen inneren Raum heraus. Nämlich nicht mehr aus dem Raum „Der hat mich verletzt und jetzt halte ich da die Wut dran“, sondern einfach: Ich räume jetzt einfach meinen Brustraum, also meinen inneren Raum, ich räume mich einfach auf von diesem ganzen Mist, damit ich meinen Frieden habe.

Und aus dieser inneren Position von Frieden treffe ich dann die Entscheidungen, die Handlungen. Und die können dann aber auch natürlich noch irgendwas aufräumen oder sowas, wenn es noch irgendwas zu klären gibt. Aber es ist halt aus einem anderen inneren Raum.

Und das meinte ich mit dieser inneren Entscheidung sozusagen.

Lange Rede, kurzer Sinn

Leiden ist eine Entscheidung.

Solange wir leiden, solange wir glauben, der andere hat was falsch gemacht oder der andere ist das Problem – auch wenn er scheiße gebaut hat oder sie – solange man diesen Grudge hält, also diese Wut hält, ja, solange wohnt im Endeffekt dieser Mensch, diese Situation oder whatever es ist, mietfrei in deinem Kopf.

Und ja, die Frage ist: Will man das?

Ich will es nicht.

In dem Sinne: Wenn du Hilfe dabei brauchst, das aufzuräumen – unterm Video findest du einen Link. Da kannst du mit mir oder uns in Kontakt treten.