„Ich fühle es nicht, also mache ich es nicht.“ – ACHTUNG FALLE!

„Ich hätte ja gewollt, aber dürfen habe ich mich nicht getraut“, oder: „Ich wollte ja eigentlich was machen, aber na ja, es ist halt irgendwas dazwischengekommen.“ Und was das mit der Natur und der Logik von Veränderungsprozessen & Neurobiologie  zu tun hat.

Ich würde ja gerne rausgehen und Sport machen, aber es regnet. Vielleicht kennst du das. Und heute geht’s mal darum, warum das normal ist und wie du da drum herumkommst.

Heute will ich mal was zu diesem Thema sagen:
„Ich wollte ja, ich hätte ja gewollt, aber dürfen habe ich mich nicht getraut“, oder:
„Ich wollte ja eigentlich was machen, aber na ja, es ist halt irgendwas dazwischengekommen.“

Und was das mit der Natur und der Logik von Veränderungsprozessen zu tun hat, was das mit der Neurobiologie zu tun hat – und wie du das für dich nutzen kannst, darum geht’s heute.


Veränderungsprozesse und das Nervensystem

Hintergrund der ganzen Geschichte, warum ich das jetzt aufnehme, ist die Situation, dass wir gerade den Monat der Helden haben – eine 30-Tage-Gruppe, wo es im Endeffekt darum geht, die eigene innere Wahrnehmung wieder zu aktivieren und Kraft und Klarheit wieder zu verkörpern.

Wir sind jetzt ungefähr bei der Hälfte, und da ist das passiert, was oft bei solchen Veranstaltungen oder Veränderungsprozessen geschieht: ungefähr zur Hälfte oder kurz davor wollen viele nicht mehr kommen. Das gilt übrigens auch bei persönlichen Veränderungen – nach 20 oder 30 Tagen passiert oft genau das, dass man aufhört.

Wenn du das von dir kennst – dass du motiviert anfängst, dann aber irgendwann die Energie nachlässt – bleib jetzt dran. Das ist normal.

Warum? Ganz einfach: Menschen sind Gewohnheitstiere. Unser Nervensystem ist darauf ausgelegt, Energie zu sparen, Dinge effizient und einfach zu machen.


Das Beispiel mit dem Autofahren

Denk mal ans Autofahrenlernen: Am Anfang war das ein ganz schöner Akt, oder? Schalten, kuppeln, Lenkrad halten, Verkehrsschilder beachten – da bleibt nicht viel Kapazität, um mit dem Beifahrer zu reden. Alles ist neu.

Genauso funktioniert Veränderung: Neue neuronale Verknüpfungen müssen sich erst bilden. Erst ist es anstrengend, dann wird’s leicht, dann läuft’s automatisch.

Das ist wie ein Weg durch den Dschungel: Anfangs kein Pfad, dann ein Trampelpfad, später eine Straße – und irgendwann eine asphaltierte Autobahn.

Autofahren betrifft aber nur Handlungen, nicht deine Identität. Bei innerer Veränderung wird’s komplexer.


Das alte Ich und innere Entwicklung

Da gibt es nämlich noch eine Variable: das alte Selbst – manche nennen es Ego. Es ist der Teil in dir, der weiß, wie’s bisher funktioniert hat.

Dieses alte Ich sagt:
„Ich bleib lieber in der Beziehung, auch wenn sie mir nicht gut tut.“
„Ich ess lieber die Schokolade, Sport kann warten, ist eh windig.“

Kurz gesagt: Das alte Ich will Sicherheit, keine Veränderung.

Wenn du aber beginnst, dich innerlich zu entwickeln, besser zu kommunizieren, deine Gefühle wahrzunehmen – dann spürt das alte Ich, dass es „an den Kragen“ geht. Es rebelliert.

Das ist wie beim Meditieren: Anfangs schön, dann kommt plötzlich alles hoch, was schon da war. Das Alte will nicht gesehen werden. Also sagt es: „Nee, lass das lieber.“

Wer das erkennt, lebt freier. Denn Gefühle zu bemerken ist gut – aber es geht nicht darum, ihnen blind zu folgen, sondern bewusst zu entscheiden, was du wirklich willst.


„Ich mache es nur, wenn es sich gut anfühlt“ – eine Falle

Viele, besonders aus der spirituellen Szene, sagen: „Ich mache nur, was sich gut anfühlt.“ Das klingt schön, ist aber gefährlich, wenn man darin hängen bleibt.

Denn manchmal fühlt es sich nicht gut an, ins Training zu gehen – aber gerade das führt dich dorthin, wo du eigentlich hinwillst.

Frag dich also:

Was will ich wirklich?

Dient das, was ich tue, meinem gewünschten Leben?

Bin ich wirklich müde – oder will mein altes Muster mich nur auf der Couch halten?

Oft ist der beste Schritt: einfach anfangen. Dann kommt die Energie ins Fließen. Entweder merkst du, du brauchst wirklich Ruhe – oder du spürst: „Ah, genau das hab ich gebraucht.“

Nur auf Gefühl zu hören, führt oft in Passivität. Denn Dopamin aus Schokolade, Instagram oder Filmen fühlt sich kurzfristig gut an – bringt dich aber langfristig nicht weiter.


Über Energie, Nähe und Schöpfungskraft

Meist fehlt uns nicht Motivation, sondern Energie. Der Körper braucht Nähe, echten Kontakt, authentische Beziehungen, körperliche Verbindung – und den bewussten Zugang zur eigenen Schöpfungskraft.

Wenn du dich diesen Dingen bewusst stellst, auch dem Unangenehmen, beginnt Wachstum.

Ich wollte übrigens auch erst nicht rausgehen – Wolken, Regen – aber gut, dass ich’s gemacht hab. Genau darum geht’s.

Für Männer ist das besonders wichtig: Nicht alles muss sich gut anfühlen. Triff eine Entscheidung – und geh den ersten Schritt, auch wenn er sich unsicher oder falsch anfühlt.

Wie beim Kaffee ohne Zucker: Erst schmeckt’s komisch, dann wird’s normal. So funktioniert Umlernen.


Wenn du lernen willst, wie du deine Schöpferkraft bewusster nutzt, tiefere Verbindungen aufbaust – mit dir, Freunden oder deiner Partnerin – und dieses „Ding“, das wir Körper nennen, richtig einsetzt, um dein geiles Leben zu erschaffen, dann findest du unter dem Video den Link zur Telegram-Gruppe.

Hab den Mut, dich auch dem Unangenehmen auszusetzen – denn genau dort liegt dein größtes Wachstum.