Nur Körpertraining oder nur Gefühlsarbeit? - Es braucht BEIDES!
Wieso permanentes Gewühle im emotionalen Bereich keine Lösung ist, ebenso wenig wie die ausschließliche Konzentration auf körperliche Kraft und Energie. Was wirklich hilft. Kleiner Spoiler: beides gleichzeitig tun.
Ich hatte heute gerade eben eine interessante Konversation mit einem Mann. Er praktiziert eine spezielle Form von Yoga, die die Energie nach oben bringt – auch die sexuelle Energie – und dadurch richtig viel Power erzeugt.
Und dazu möchte ich ein paar Gedanken teilen, insbesondere über typische Fehler, durch die ich selbst auch gegangen bin. Zum Beispiel, wenn man spezielle Meditationen macht – starke Meditationen, Kundalini Yoga und diese ganzen Sachen – welche Probleme dabei auftreten können.
Er hat mir erzählt, was das mit ihm gemacht hat. Zuerst kamen viele positive Effekte:
Er ist früh aufgewacht, hatte viel Energie, konnte Dinge erledigen, hat Anziehung bei Frauen gespürt und war insgesamt voll „on fire“.
Aber irgendwann sind dann unerlöste Ängste und Themen hochgekommen, die ihn wieder zurückfallen ließen.
Und genau das habe ich selbst erlebt und auch oft bei anderen beobachtet: Wenn man Techniken praktiziert, die die Energie stark pushen, bringt das den Körper in einen anderen Modus. Dabei tauchen auch alte Schmerzen und Themen auf, die man im „Low State“ gar nicht wahrnimmt. Die sind zwar im Unterbewusstsein gespeichert, aber man hat sie kompensiert. Wenn man dann Energieübungen macht – egal ob Kundalini, Meditation oder Ähnliches – können diese Themen verstärkt an die Oberfläche kommen.
Oft handelt es sich dabei um Ängste im Bindungskontext, also etwa: „Der andere geht weg, manipuliert mich, greift mich an“ oder ähnliche Dynamiken. Genau diese Dinge können verstärkt werden.
Meine Erkenntnis daraus – oder besser gesagt, die Bestätigung – ist: Es ist wichtig, holistisch an die Sache heranzugehen und alle drei Zentren anzusprechen: das mentale, das emotionale und das körperliche Zentrum.
Diese Yogapraxis, die ich übrigens auch selbst praktiziere, spricht sehr stark den Körper und die Energieebene an. Sie aktiviert die Sexualenergie, bringt sie nach oben, boostet das Energielevel – teilweise braucht man keinen Kaffee mehr, weil es richtig knallt.
Der Punkt ist aber: Wenn man sich nur darauf fokussiert und die Bindungsebene außer Acht lässt – also die Muster, die wir in uns tragen, wie Bindung, Kontakt und Nähe für uns geprägt sind – dann fehlt etwas.
Solche Praktiken können Heilung, Wandlung und Wachstum bringen. Aber meiner Erfahrung nach ist es viel effizienter, wenn das Ganze in Kontakt mit anderen sicheren Bindungspersonen passiert.
Darum meine herzliche Einladung: Geht es ganzheitlich an!
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An alle, die nur Gefühls & Bindungsarbeit machen: Bewegt auch euren Körper, pusht eure Energie, umarmt eure aggressive Seite.
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An alle, die nur Körperarbeit machen: Beschäftigt euch mit Bindung, Kontakt und Nähe.
Beides ist wichtig. Beides gehört zusammen.
Den Kopf lasse ich jetzt mal bewusst außen vor – Mindset, Visualisierung, Ziele aufschreiben usw., davon gibt’s mehr als genug.
Das war mir heute wichtig zu teilen.
Ich wünsche euch einen wunderschönen Abend – und bis bald. Yeah!